Teil eines Werkes 
1. Bd. (1873)
Entstehung
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Seite ſeiner Baſe blieb. Von dem Bürgersſohne hatte er nichts zu fürchten, eher mochte er hoffen, daß An⸗ toinette im Umgang mit demſelben ſein eigenes adeli⸗ ges Verdienſt beſſer ſchätzen lernen würde. So war es zu manchem Geſpräche zwiſchen Beiden gekommen, zu kleinen Dienſten von ſeiner, zu einem freundlichen Wort und Blick von ihrer Seite. Erfüllte Egbert auch keine der Bedingungen, die Antoinette für ihr Ideal eines Mannes aufſtellte, hatte ſie ſeine Schwerfällig⸗ keit und ſeinen Ernſt zu tadeln, ſo war ihr doch, in der natürlichen Citelkeit eines ſchönen Mädchens, die Verehrung nicht gleichgiltig, die er ihr entgegenbrachte.

Die dunklen, unruhigen Triebe, die, ihr ſelbſt noch halb unbewußt, ihre Seele bewegten und durch den Tod Jean Bourdon's die Pläne ihres Oheims, den drohenden Verluſt ihres Vermögens noch ſtärker auf⸗ geregt worden waren, fanden in der ſchwärmeriſchen Liebe des blonden Egbert etwas wie eine Beruhigung und ein Spielwerk zugleich. Die werthvollen Eigen⸗ ſchaften ihres Ritters, ſeine Treue, Hingebung und Feſtigkeit flößten ihr gegenüber dem fahrigen und leicht⸗ ſinnigen Betragen der jungen Edelleute, die ſie um⸗ flatterten, Achtung und Vertrauen ein; in den Stür⸗ men, die ſie heraufziehen ſah, mochte ſein Arm auch für ſie eine Stütze werden. Egbert dagegen überließ