Teil eines Werkes 
1. Bd. (1873)
Entstehung
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innerung. Hier war ein Abſchluß ſeines Daſeins und keine goldenen Fäden ſpannen ſich aus der bewegten Fülle, die ihn noch umgab, in das traurige Einerlei, das ihn in Wien erwartete. In einer kurzen Friſt hatten ſich die Begebenheiten in buntem Wechſel, in raſtloſem Laufe gedrängt, nun mußte er ſich wieder auf den langſam ſchleichenden Verlauf leerer Wochen und Monate gefaßt machen. Je greller der Gegenſatz war, deſto ſchwerer empfand er ſchon im Voraus den Druck der Langenweile. Noch nichtiger als früher dünkten ihn, wenn er auf die großen Dinge blickte, die der Graf in ſeinem Sinne und Geiſte erwog, ſeine Beſchäf⸗ tigungen. Ach, und wenn er ſie von ſich abſchüttelte, wenn ihn wieder das Glück von Abenteuer zu Aben⸗

teuer trug, würde ihm die holde Göttin ſeiner Ge⸗

danken und Träume je wieder begegnen? Würde er, wie an dieſem Orte und zu dieſer Weile, Antoinette an jedem Morgen und jedem Abend ſehen? Zwar hatte die junge Gräfin ihre ſpröde Haltung nicht aufgegeben und Egbert aus ſeiner ritterlichen Huldigung und Ehr⸗ furcht ſich nicht herausgewagt, aber vielfache Berüh⸗ rungen waren zwiſchen beiden nicht zu vermeiden ge⸗ weſen. Der Graf wie der Marquis hatten ſie begünſtigt, ſogar Max Auersperg fand ſeinen Vortheil dabei, daß

der blonde Egbert ſtatt Vittorio's beſtändig an der 44*