Teil eines Werkes 
1. Bd. (1873)
Entstehung
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ihn empfangen. Keinen Anſtand hatte der Graf ge⸗ nommen, ihn in das Geheimniß der Gondreville's ein⸗ zuweihen, ihm ſeine politiſchen Anſichten mitzutheilen.

So viel Ehre und Gunſt, die doch Egbert durfte es ſich geſtehen nicht ganz unverdient waren, mußten berauſchend auf ſein junges Herz wirken. Mit leiſem Schrecken überraſchte er ſich ſchon auf ehrgeizigen Gedanken.Was Anderen nur nach langer Arbeit und Prüfung zu Theil wird, ſagte er ſich,das haſt du bei deinem Eintritt in's Leben gewonnen.

In ſeiner Argloſigkeit fiel ihm nicht ein, daß dieſe Herzlichkeit des Grafen einen verborgenen Zweck haben könnte, und er war nicht eitel genug, um zu wähnen, daß die Herren in dem verwegenen Spiele, daß ſie ge⸗ gen den Kaiſer Napoleon vorbereiteten, auch ihm eine Rolle zugedacht hätten. Ihm ſank es nur, mitten in ſeiner Freude und ſeinem Stolze, ſchwer auf die Seele, ob dieſe großen, inhaltsvollen Tage ſich fortſetzen, ob ſie nicht mit ſeinem Scheiden aus dem Schloſſe am See für immer ihr Ende erreicht haben würden.

Und wie er ſo in ſich verſunken vor den Gräbern ſaß, die herbſtliche Dämmerung dichter und kälter ihn umfing, beſchlich ihn eine unendliche Wehmuth. In grauen Nebel zerrann das liebliche Bild. Von Allem, was er genoſſen und erlebt, blieb Nichts als die Er⸗