Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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ſie aber mit Blicken betrachtete, aus welchen ihr ſeine Ueberraſchung, ſeine Freude, ſein Dank im freundlichſten Lichte entgegen ſchimmerten. Frau Bieberich hatte mit ihrem Pſeudogeſellen Philipp ſeit dem Augenblicke, wo er ihr das olden⸗ burgiſche Mährchen zum Beſten gab, in dem aller⸗ vertrauteſten Verhältniſſe gelebt. In einer ſchlaf⸗ loſen Nacht ſah ſie aus dem Fenſter, hörte die Hausthüre leiſe öffnen und ſah eine dunkle Geſtalt mit ſtillen, flüchtigen Schritten dahin eilen. Das

außer ihm, ihr und einer Magd hatte ſie gerade jetzt keine Einwohner im ganzen Hauſe, und der Geſelle lag ſchon einige Tage krank.

ihrer Schlangenfauſt, aber ſelbſt unter den ſchreck⸗ lichſten Qualen dieſer Empfindung blieb die ſtarke Frau an den folgenden Tagen in ihrem bisherigen Benehmen gegen Philipp ſich ganz gleich; ſie wollte den Treuloſen in den Armen ihrer Nebenbuhlerin überraſchen und ſich dann furchtbar rächen. Jede Nacht lag ſie am Fenſter in männlicher, dunkler leidung, ein ſcharfes Meſſer in der Bruſttaſche.

lich.

konnte Niemand anders als Philipp ſein, denn

Die Furie der Eiferſucht ergriff ſie mit

So hatte ſie einige Nächte geharret, als um itternacht die Geſtalt ſich wieder aus dem Hauſe Auch f war im Augehünte auf der Smraßt 4