Teil eines Werkes 
4. Bd. (1860)
Entstehung
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Vater. Da hätte ich mir nun gleich herausdenken können, was ich Dir eigentlich zu Leide thun ſollte, aber, Philipp, Gott hört mich ja und weiß es, ich that es nicht, ich dachte gar nicht darüber nach. Ich glaubte gar nicht, daß Dich das arm machen 5 könne, ich dachte der Hof und die AÄcker, die Ernte und das* Vieh bleiben ja Dein. Was die Papiere werth waren, ſetzte ich mir gar nicht auseinander, ich war wie toll in jener Zeit und hielt mich nur an den Franz und ſeine Worte, und nicht an den Sinn, der darin lag... Am Morgen, als er fortging, wurde ich krank, und mußte den Tag und den folgenden im Bett bleiben. In der zweiten 4 Nacht, da kam erſt die rechte Unruhe über mich, da war mir's 1 immer, als hört' ich rufen im Mühlteich und wo ich auch ging und ſtand, immer folgte mir ſein Geſicht. Am Mittag endlich, als ihr gegeſſen hattet und ich allein war, da war's als ob eine Stimme rief: Nun iſt's Zeit! Ich nahm den Fchuſel.

der immer in des Vaters ner hing und lief hinten herum und in Dein Haus. Ich e, die Papiere lagen in Deinem Schranke, nur die wollte ich verbrennen, nichts weiter. Aber der Schrank war verſchloſſen, den Schlüſſel fand ich nicht und deshalb ſteckte ich Werg und Stroh zwiſchen die Ritzen der Schubladen, ſteckte Streichhölzer daneben und zündete ſie an. So wie es glimmte, packte mich eine fürchterliche Angſt; das Werg fiel heraus auf das umherliegende Stroh und auf den Binſenſtuhl, ich war o, Philipp! ich kann's nicht eſchrei⸗ ben, ich war wie wahnſinnig, als es hell umher ward. Ich vollte ſchreien, aber ich konnte keinen Laut aus der Kehle brin⸗ gen, es war, als ob meine Bruſt zugeſchnürt wurde, ich ſtürzte ort, ſchlug die Thür zu, lief in meine Kammer und zog das über mich. Wie lange ich ſo dagelegen, weiß ich nicht, ſchien's eine Ewigkeit. Mit einem Male hörte ich den Feuerruf und Geſchrei und Stimmen, ich ſprang auf, ich dachte, ſie wollten mich holen. Als ich nach der Hausthür ſtürzte, da ſchlugen die Flammen auf Deinem Hofe zum Dache hinaus, und da, mit einem Male, begriff ich, was ich gethan hatte. O Philipp, ſo muß es den Sündern ſein am jüngſten Tag,