Teil eines Werkes 
4. Bd. (1860)
Entstehung
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Nichts da, nichts da. ſchrieen Mehrere,Du willſt ent⸗ wiſchen und er ſoll Dir helfen, den Philipp kennt man ſchon, den haſt Du toll gemacht. Sie will ſich verabreden mit ihm, wie ſie Ausflüchte machen kann, rief ein Anderer, aber ein alter Bauer erhob ſeine Stimme dagegen und ſagte beſchwichtigend: Was thut's denn, wenn ſie noch ein Wort mit einander ſchwatzen, es wird das letzte ſein fuͤr lange. Entwiſchen kann ſie nicht, wenn Ihr Acht gebt, ausreden kann Sie ſich auch nicht mehr, denn Sie hat's vor uns Allen bekannt, darum laßt Sie in Gottes Namen gehen.

Ich danke Ihm, ſagte Margarethe mit erſtickter Stimme und wollte ihm die Hand geben. Aber der Alte drehte ſich um und ſchüttelte den Kopf.Halt' Dich an den Philipp, der hat's verlernt, was rechtlich iſt, meine Hand iſt zu gut für eine Brandſtifterin..

Da brach ſie ſchluchzend zuſammen und wankte allein hin⸗ weg, aber der Philipp ſprang zu, umfaßte ſie und zog ſie ſchnell in die Kammer, deren Thür er verſchloß.

Margarethe und Philipp waren allein. Wer war am bleich⸗ ſten? weſſen Herz zitterte am meiſten, als ſie ſo einander gegen⸗ über ſtanden, Einer wartend auf den Andern, daß ein Wort ihn wecke aus der ſtummen Angſt? 3

Philipp, ſagte ſie endlich bebend und fiel auf ihre Knie, Gott hat mich gerichtet in meinem Herzen, jetzt ſollſt auch dn es thun, ehe die fremden Meuſchen mich verdammen.

Der arme Menſch hob ſie auf, und plötzlich machten ſeine Thränen ſich Luft, er weinte wie ein Kind.Die Rache iſt mein, ſpricht der Herr, ſo ſteht es in der heiligen Schrift, ſagte er,ich richte nicht, denn Gott hat Dir vergeben. Du warſt ja noch ein Kind und er hat geſehen, was Du an dem ganzen Doorfe gethan haſt, ſeit Du zur Vernunft gekommen biſt; und wenn ſies Alle vergeſſen haben und vergeſſen wollen, Gott weiß es doch. Ich bin Dir nicht böſe, ich habe Dich noch lieb, wie