Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1831)
Entstehung
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ſelbſt zu vertheidigen, bemüht, die nagenden Vor⸗ würfe zu beſiegen, die in meinem Buſen erwach⸗ ten, aber jene Waffe, mit der ich ſo oft mei⸗ nem Gewiſſen Frieden zu erkämpfen wähnte, zer⸗ fiel in Staub, von dem gewaltigen Strahl der Wahrheit berührt, der meine Seele durchblitzte; ich ſtand ohne Hülfe, ohne Rath, dem Gefühl gänzlicher Vernichtung Preis gegeben.

Da, Walter, als der Verzweiflung Nacht über meinem Haupte zuſammenſchlug, als mein

ſterbender Blick, von Allem abgewieſen, was ich

auf Erden hochgeſtellt, den Tod ſuchte, da däm⸗ merte in mir ein Licht empor, ein Licht, deſ⸗ ſen Strahl ich zum erſtenmale zu begrüßen meinte. Gläubig folgte ich der himmliſchen Leuchte, und ſie führte mich zum Born der Gnade, des Lebens. Zu ihm lenkte ſie meinen Blick, zu ihm, dem Held der Liebe, der einſt vermittelnd zwiſchen un⸗ ſere Schuld und Gottes ſtrenge Gerechtigkeit trat, zu Ihm, deſſen Dienſt ich mich weihen wollte, den aber mein in Selbſtſucht befangenes Herz nie erkannt, nie verſtanden hatte, und er, den ich ſo lange verlaſſen, hingeben konnte für das Trug⸗ bild eigener Einſicht, eigenen Verdienſtes: Er nahm mich an, richtete mich auf, und flößte mir den Balſam ſeines Lebens in das verſchmachtete Herz.