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Da fiel mit den Thränen der Reue, der Schleier des Irrthums zugleich von dem erwachen den Auge. Ich ſah, wie der Einfluß des göttli⸗ chen Weſens, ſeitdem Selbſtgerechtigkeit ſich mei⸗ ner Seele bemächtiget, nur erhellend, nicht erwär⸗ mend auf mein Leben gewirkt; wie ich, ſo lange ich in mir Rath, Hülfe und Troſt geſucht, immer weiter abgeirrt war von dem göttlichen Licht.
Ein langer, unendlicher Irrthum lag meine Vergangenheit hinter mir; vor mir aber dämmerte es empor, wie ein Auferſtehungsmorgen, und es kam ein heiliger Schauer über mich, als ſei mir erſt jetzt das große Geheimniß der Erlöſung ver⸗ traut. Unausſprechliche Wehmuth und unausſprech⸗ liche Freude durchbebte zugleich mein Gemüth, als die große That der Liebe mich erleuchtend durch⸗ drang, und ich ſegnete den ernſten, heimſuchenden Engel, den mir der Herr geſandt, um mein ver⸗ blendetes Auge dem wahren Licht, dem wahren Leben zu öffnen. Sanft und beruhigend löſen ſich ſeitdem alle Disharmonien in mir zu reinerm Ein⸗ klange auf. Ich fühle mich der Demuth, und in ihr der göttlichen Liebe zurückgegeben, und klam⸗ mere mich feſt an die Hoffnungen, zu denen uns der Erlöſer ſcheidend berief.
Noch iſt mein Werk nicht vollbracht. Der Glaube, wenn er ein lebendiger iſt, erzeugt auch
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