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ſo eine lange Weile, ohne ein Zeichen des Lebens zu geben; dann raſch ſich erhebend, rief er laut: „„Sie hat vollendet“— und ſtürzte zu There⸗ ſen in's Nebengemach.— Ein kalter Schauer kam über mich, ich legte meine Hand auf Angela's Stirn, ſie war kalt, ihre Hände ſtarr,— aber um ihren Mund noch daſſelbe, ſelige Lächeln, mit dem ſie eingeſchlummert war.
Jetzt eilte Thereſe herbei.—„Todt!“ rief ſie, die Hände ringend, und vor Angela's Leiche nie⸗ derſtürzend.— Der Graf kam zurück. Alles im Schloß wurde lebendig. Die Beſtürzung des un⸗ glücklichen Vaters, die Trauer der Uebrigen, das Wehklagen der Kinder und Leute, wer vermag ſo ſchreckliche Scenen zu ſchildern!— Ich hatte Mü⸗ he, den unglücklichen Grafen von der Leiche ſeines Kindes zu entfernen. Er verlangte nach Norden, dieſer aber war ſelbſt in dem bewußtloſeſten Zu⸗ ſtande auf ſein Zimmer gebracht worden, und die erſte Zeit unfähig, dem Grafen den Troſt zu ge⸗ ben, nach dem er verlangte.
Ich übernahm es nun ſelbſt, den Grafen auf das ſchonendſte vor den heftigen Ausbrüchen ſei⸗ nes Schmerzes zu warnen,— und ihn auf den Troſt aufmerkſam zu machen,— den unſere Reli⸗ gion für jedes Leiden der Erde darbietet.— Ich brachte ihn endlich ſo weit, daß er das Trauer⸗


