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haus verließ, und in's Freie eilte, worauf ich und Thereſe die ſchöne Hülle der Entſchlummerten in ein anderes Zimmer brachten,— um ſie aus den Augen des Grafen zu entfernen.
Heute wurde ſie auf dem Paradebett, den Un⸗ terthanen des Grafen zu Liebe, zur Schau geſtellt. — Sie liegt in dem langen ſeidenen Gewande ſo freundlich da, als ſchlummerte ſie einem ſchönen Erwachen entgegen. Die Kinder haben ihren Sarg zu einem Blumenbeete umgewandelt,— jedes bringt eine Knospe getragen, oder ein grünes Reis; Angela ſcheint, die Lilie in der Hand, die ſie im⸗ mer bei ſich hatte, die Opferprieſterin des Lenzes zu ſein,— und nimmt durch die Schönheit, die ſie auch im Tode nicht verläßt, dem Schmerz, den wir tragen, das Grauen⸗Erregende, das ihn ſonſt zu begleiten pflegt.—
Ich werde ihr Begräbniß noch abwarten, be⸗ vor ich den Grafen verlaſſe.— Gott ſtärkt mich ſichtlich, um ihn aufzurichten, und meinem Kinde die Pflege zu gewähren, die es bei ſeinem zarten Alter bedarf.—
Ich habe an Bören geſchrieben, und erwarte ihn in kurzem. Um keinen Preis der Welt geb' ich die Tage hin, wo ich Angelen die letzte Schuld dankbarer Liebe abtragen konnte. Das Leben hat ſeitdem eine ernſtere Geſtalt für mich gewonnen.


