Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1831)
Entstehung
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von uns hatte den Tag über ein Zeichen der Ver⸗ ſchlimmerung ihres Zuſtande bemerkt, ſie ſprach ruhig und klar, und ſchrieb auch einige Zeilen, die ſie mich an ihre Freundin Richardis zu beſtellen bat. Die Nacht ſoll, wie ich erfuhr, um ſo übler geweſen ſein; ſie hatte einen heftigen Bluthuſten bekommen, und litt den folgenden Mor⸗ gen an immer wiederkehrendem Bruſtkrampf. Wir riethen ihr, im Bett zu bleiben, doch bat ſie ſo rührend und ohne Unterlaß, ihr doch einige Freiheit zu gönnen, und ſie auf's Sopha zu brin⸗ gen. Gegen Mittag wurde ſie ruhiger, ſo daß wir glaubten, das Uebel ſei gehoben, ſie ſprach viel mit mir und ihrem Vater, ach, Worte, die ich nie vergeſſen werde, und nahm wiederholt mein Kind an ihre Bruſt. Als der Abend kam, frug ſie nach Norden. Wir hatten ihn zuvor, als ſie ſo krank war, abgewieſen, und ſagten es ihr. Rufen Sie ihn doch zurück, liebe Hermine! bat ſie leiſe:Ich will nicht, daß er abgewieſen werde! Ich eilte hinaus, und begegnete Nor⸗ den mit Thereſen, die eben heraufkamen. An⸗ gela reichte beiden ihre Hände entgegen, und ſchien ſichtlich erfreut. Sie ließen ſich bei ihr nieder, währenddem ich den Augenblick benutzte, um zu meinem Knaben zu eilen, der mir ungeduldig ent⸗ gegenſah.