Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1831)
Entstehung
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O, Frau von Alboin! Ich bin nicht umſonſt hier geweſen! Ich habe manches Gute geübt, und Vieles gelernt, und ſehe meinen Aufenthalt in Breiſach für die nützlichſte Schule meines Le⸗ bens an. Nur ſie konnte mir ſo die Tugenden der Geduld, der Sanftmuth lehren, nur ſie mir erklären, wie viel der Geiſt, von frommem Glau⸗ ben geſtählt, über die Leiden und Schmerzen des Körpers vermag.

Ich werde verſuchen, Ihnen die letzten Stun-

den des lieben Kindes zu vergegenwärtigen, meine Thränen werden ſtrömen, indem ich es ſchreibe, aber ich entziehe mich nicht mehr wie ſonſt der Wehmuth und der ſtillen Betrübniß! Beide, das weiß ich jetzt, ſind ſegensreich für das Herz. Wir hatten, bei dem abwechſelnden Befinden der Comteſſe, den 13. April erreicht, und konnten ihr in demſelben, was ſie längſt ſehnlich gewünſcht, die erſten Frühlingsblumen bringen. Sie war ungewöhnlich heiter an dieſem Tage, und berech⸗ tigte uns durch ihr Befinden zu den freundlichſten Hoffnungen. Wir theilten uns, wie die letzte Zeit überhaupt, in den Tag, da der Arzt uns geboten hatte, ſie ſo ſtill als möglich zu halten, und ihre Nerven nicht durch zu lautes Geräuſch zu beunru⸗ higen. Norden beſuchte ſie früh, ich und Thereſe abwechſelnd den Nachmittag. Keiner