Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1831)
Entstehung
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und er wendet ſich der ſanften Dulderin, wie ſonſt, mit der innigſten Theilnahme, mit der zarteſten Sorge zu. Seine Seele iſt in ewigem Kummer um ſie, aber auch die meine, geliebte Mutter! Ich kann ſagen, Angela beſitzt unſerer beider Her⸗ zen zugleich, und das iſt gut, weil dieſe ſich ſo niemals trennen werden. O, ſie iſt ſo himmliſch mild, ſo fromm, ſo geduldig, daß ſie ſchon jetzt weit mehr einer Himmelsbewohnerin gleicht, als einem irdiſchen Weſen. Mir kommt es oft vor, wenn ich in das ſchöne bleiche Geſicht ſehe, als ſchwebe um die hohe Stirn eine Glorie, wie man ſie über dem Haupte der ewigen Jungfrau erblickt. Ja, ſie ſteht viel höher als ich, höher wie wir Alle! Aber deshalb liebt ſie mich doch, und nimmt mich oft mit einer Innigkeit an ihre Bruſt, daß ich mich der Thränen nicht enthalten kann. O, meine Mutter, und wenn Norden ſie auch viel höher hielte, als mich, ſo wäre das ja ganz natür⸗ lich und begreiflich. Ich muß ſie ja auch lieben, und habe ſie nicht erzogen, habe ſie nicht in der vollen Blüthe ihrer geiſtigen Anmuth gekannt. Wer vermag denn ſein Auge vor dem Strahl un⸗ ſterblicher Schönheit zu verſchließen? Ich nicht, und auch Er ſoll es nicht! Er bedarf des trö⸗ ſtenden Anblicks eines vollendeten weiblichen Ge⸗ müths, damit ſein Vertrauen ſich ſtärke, und mir