Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1831)
Entstehung
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Hundertachtundvierzigſter Brief.

Norden an Walte r.

Breiſach, im März 18*.

Nein, Walter, ſie darf, ſie kann nicht ſterben! Sie iſt hier, ich habe ſie wiedergeſehen! Sie ſtand am Rande des Grabes, ſie verlangte nach der Verſöhnung mit Gott, ich nahte ihr, geſtählt von der ernſten Würde meines Berufes, und gab ihr, der Reuigen, meinen prieſterlichen Segen. Ich habe an manchem Sterbebette geſtanden, warum ergriff ihr Anblick ſo mächtig die Tiefen meiner Seele? Sie hat mich ja angelächelt, ſo freund⸗ lich, ſo hold, woher kam mir der innere Vorwurf, als ich die blühende jugendliche Geſtalt von den Schatten des Todes umfangen ſah? Wer ſagt, daß ich zu ſtreng gegen ſie war? Ich war es nur gegen mich ſelbſt, indem i4 mich von ihr zu⸗ rückzog, als ſie mich verlies! O, ſie hat mir