Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1831)
Entstehung
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Gott zu beſprechen. Ich ließ mich neben ihrem Bett nieder, und erwartete mit ängſtlichſchlagendem Herzen eine Scene, die für mich, die ich von An⸗ gela's Geſinnungen unterrichtet war, die rührendſte ſein mußte, ob die Leidende gleich in dieſem Au⸗ genblicke weit über jede irdiſche Neigung und jeden Schmerz erhaben war. Lange harrte ich ſo in peinlicher Angſt, die Stundenſchläge ungeduldig zählend.

Endlich erſchien der Superintendent, von dem Grafen begleitet. Er blieb einen Augenblick am Eingang der Thüre ſtehen, von Angela's Anblick getroffen, dann ſchritt er langſam auf uns zu. Angela grüßte ihn mit einer freundlichen Bewegung der Augen. Sie verſuchte es einigemal zu ſprechen, doch vermochte ſie es nicht, endlich winkte ſie uns leiſe, uns zu entfernen, um ſie ungeſtört der ernſten Andacht dieſer Stunde zu überlaſſen.

Ich trat mit dem Grafen in das angrenzende Cabinet, wo mein Kind ruhigſchlummernd in ſei⸗ ner Wiege lag. Ich beugte mich über das fried⸗ lichlächelnde Geſicht, um Kraft zu gewinnen, ich betete leiſe auf dem unſchuldigen Haupte für An⸗ gela, für uns Alle, und ſetzte mich dann etwas gefaßter zu dem Grafen, der in ſtummer Betrüb⸗ niß verſunken war. Ich hörte Nordens Stimme, von Zeit zu Zeit konnte ich ſogar ſeine Worte