Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1831)
Entstehung
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merkliche Veränderung ihres Befindens, bis eine neue Anſtrengung ihre Kräfte erſchütterte. An⸗ gela hatte gleich nach ihrer Ankunft ihrem Vater ein Gemälde überreicht, das ſie in der letzten Zeit beendet hatte, und ihn gebeten, es dem Superin⸗ tendenten als ein Geſchenk, das ſie der Kirche be⸗ ſtimme, zuzuſtellen. Der Graf, entzückt von dem Bilde, wünſchte es ſogleich über dem Altar aufge⸗ ſtellt zu ſehen, und hatte den Sonntag darauf zur feierlichen Einweihung deſſelben beſtimmt. Angela wünſchte dringend, an dieſem Morgen dem Got⸗

tesdienſt in der Kirche beiwohnen zu dürfen, und

bat ſo flehentlich, daß der Graf ihr nicht zu wi⸗

derſtehen vermochte. Sie begleitete uns in ihrem

Mantel und Schleier gehüllt in die Kirche, und nahm mit mir auf einem Chor, dem Altar gegen⸗ über, ihren Platz. Ein Sonnenſtrahl, der ſchräg durch eines der Fenſter ſiel, verklärte das Geſicht des betenden Heilands mit einer unbeſchreiblichen Glorie.— Das göttliche Erbarmen ſchien aus die⸗ ſen Zügen hervorzuleuchten, und ſich in leiſen Worten durch die langſam gehaltenen Akkorde der Orgel der Menge zu verkünden.— Angela ſaß ſtill und ruhig an meiner Seite, bis Norden vor dem Altare erſchien.— Sein Anblick ſchien ihre

ſchwachen Kräfte zu übermannen; ſie zuckte biswei⸗

len leiſe, und ſah ſich ängſtlich nach mir um.