Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1831)
Entstehung
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ſprach viel von Ordeck's Schickſal und auch von Rorden, und öffnete, ſo ruhig auch die Comteſſe ſich mit ihm darüber unterhielt, doch unbewußt alle ſchmerzlichen Wunden ihres Herzens auf's Neue. Ich beobachtete aufmerkſam den Gemüthszuſtand Angelens, und bemerkte bald, daß die Furcht und das Verlangen Norden wiederzuſehen, gleich mäch⸗ tig in ihrer Seele war. Ihre Blicke waren ſtets auf den Weg gerichtet, woher er kommen mußte, und doch bat ſie mich dringend, niemand als ihren Vater zu ihr zu laſſen, und erſchrak dem ungeach⸗ tet ſtets heftig, wenn die Thüre einmal raſch ge⸗ öffnet wurde. Ich ſah Norden die erſte Zeit mit keinem Blick, er war entweder verreiſt, pder nahm Anſtand das Schloß zu beſuchen. Endlich erſchien er, in einer Geſchäftsangelegenheit bei dem Gra⸗ fen; ich fand Gelegenheit ihn zu ſprechen, und er⸗ zählte ihm von Angela’s traurigem Zuſtande. Er that mit Ruhe einige Fragen an mich, wurde aber ſichtlich beſtürzter, je mehr ich ihm von ihren Lei⸗ den mittheilte. Angela erfuhr meine Zuſammen⸗ kunft mit dem Superintendenten, aber ſie frug nicht, und wartete ruhig ab, was ich ihr erzählen würde. Sie hörte mich, als ich von Norden ſprach, freundlich lächelnd an, fuhr aber bisweilen mit der Hand an's Herz, als empfände ſie dort ein hefti⸗ ges Weh. Mehrere Tage verſtrichen ſeitdem, ohne