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Hundertſiebenundvierzigſter Brief.
Hermine von Bören an Frau von Alboin.
Breiſach, im März 18*7.
Ich bin, Geliebte, zu vielen Schmerzen hierher gekommen, und zu vielen Thränen! Gott, von welchen traurigen Auftritten bin ich ſchon Zeuge geweſen, und welche ſtehen mir noch bevor? Ich bedarf aller meiner Kraft, um mich und den Gra⸗ fen aufrecht zu erhalten, der ſich gleich mir über⸗ zeugt hat, daß Angela's Leben wohl ſchwerlich zu⸗ retten iſt! Ich glaube, daß die Comteſſe noch vor ihrer Abreiſe nach Breiſach von ihrer Gefahr un⸗ terrichtet war. Ihr Abſchied von der Baroneſſe war ſo ernſt, daß ſie mir ſchon dort als eine halb Verklärte vorkam, die den letzten liebenden Blick auf die zurückbleibenden Gefährten herabläßt. Die Reiſe über war ſie ſehr ſtill, und klagte oft über
große Beklommenheit. Je näher wir Breiſach ka⸗


