Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1831)
Entstehung
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ſie kann ihn nicht verlaſſen, jetzt nicht! O, wäre ich doch nur eine Stunde an Thereſens Stelle, wie gern tauſchte ich die Freuden eines ganzen Jahres für dieſe Gunſt des Schickſals ein!

Einen Tag ſpäter.

Ich habe den Arzt geſprochen. Er hat mir ſein Ehrenwort gegeben, der Kranke beſinde ſich keinesweges in Gefahr, nach ſeiner Ausſage muß ein heftiger Verdruß ihm geſchadet, und ihm das Uebel zugezogen haben, an dem er leidet. Man hat, Gottlob, die zweckmäßigſten Vorkehrun⸗ gen getroffen. Thereſe ſoll mit muſterhafter Be⸗ ſonnenheit für die Pflege des Superintendenten Sorge tragen. Der ſeltſame Mann, der Arzt, nahm ſie in ſeinem Irrthum für Nordens Frau, ich erklärte es ihm aber, daß Thereſe nur die Gouvernante ſeines Sohnes ſei, worauf er mich anlächelte.

Liebe Richardis, es iſt doch recht ſeltſam! Die gute That, die Thereſe jetzt ausübt, dürfte hier nicht geſchehen. Die böſen Menſchen wür⸗ den ſogleich eine Unſchicklichkeit darin finden,