Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1831)
Entstehung
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Geſchmack in dem Umgang mit Menſchen finden können, deren Erbärmlichkeit mir einmal ſo ganz vor die Augen getreten iſt! Mich verlangt aus dieſen engen Mauern hinaus, hinaus, wo der Odem der Freiheit weht! O, wäre mein Bören bei mir! und ich könnte mit ihm dieſen verrätheriſchen Freuden auf immer valet ſagen. Bald erwarte ich Nachricht von ihm, er wird mich nicht verken⸗ nen, mir nicht zürnen, mir keine Vorwürfe machen. Er durchſchaute ja längſt meinen ganzen Charakter, und ſchloß von der Unbefangenheit, mit der er ſich gab, auf die Wahrheit deſſelben. Hätte ich meinen Muthwillen, meine fröhliche Jugend bisweilen ver⸗ ſteckt: es wäre mein Vortheil geweſen! Aber ich vermag mich nicht anders zu ſtellen als ich bin, und trage lieber unverdienten Tadel, als den Vor⸗ wurf der Heuchelei, der mir von jeher das haſſens⸗ wertheſte war. Auch im Unglück iſt mir, wie Sie ſehen, einiger Stolz geblieben. Aber tadeln Sie mich deshalb nicht! Ich habe Stunden gehabt, wo ich bittere Demüthigungen erfuhr, und dies waren die unglücklichſten für Ihre Hermine. Leben Sie wohl!