auf mich herabſah, je nachläßiger ich in meiner Verehrung geweſen war.— O, liebe Alboin, wie hat ſich jenes gräßliche Wort ſo bald bewährt, das mir in jener verhängnißvollen Nacht in Youngs Nachtgedanken gleich einer Prophezeihung begegnete. — Der Tod, das heißt das Verderben, iſt nie⸗ mals näher, als wenn man ſich am meiſten von ihm entfernt, in den Armen der Freude, der Si⸗ cherheit glaubt. Ich kann es nicht läugnen, daß die letzte Zeit, die mich mit allen Kränzen der Ehre, der Bewunderung beſchenkte, nur zu kühn, zu ſicher gemacht hat. Ich ſah den furchtbaren Verderber in meiner ſtolzen Luſt nicht herannahen, bis er, dicht vor mir ſtehend, die Larve abriß, und ich das ſcheußliche Geſpenſt, den Neid und die lauernde Bosheit erblickte. Dieſes, liebe Alboin, ſind die Feinde, welche ich überſah, und die heim⸗ lich vorgearbeitet haben, das Gebäude meines Glü⸗ ckes bei der erſten Berührung zu ſtürzen.— Ich habe in der Angſt meiner Seele an Bören geſchrie⸗ ben, ihm alles treulich erzählt, und um Beſchleu⸗ nigung ſeiner Reiſe gebeten. O, ſie hätten mich nicht ſo zu behandeln gewagt, wenn er hier geblie⸗ ben wäre! Dieſelbe Feigheit, mit der ſie das un⸗ bewaffnete Weib verließen, würde ſie auch vor ſei⸗ ner Rache zurückgeſchreckt haben.— Sein guter Degen wäre das einzige Mittel gegen dieſe Zun⸗
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