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wußte nicht, daß die Eiferſucht noch ſchärfere Au⸗ gen hat, als die Rache, und daß dieſe ſie bereits gleich mir erkannt hatte.— Die Lichtfeld harrte nämlich am Fenſter, um den ungetreuen Freund noch einmal durch ihren Anblick zu ſtrafen,— und war die Erſte, die die ſchöne Nachtwandlerin ent⸗ deckte. Daß dieſer Vorfall nicht unbemerkt blieb, ſondern den längſtverdienten Hohn auf das Haupt der Hochmüthigen lud, iſt eine natürliche Folge.— Dieſem Gerücht verſucht nun die Comteſſe entge⸗ genzukämpfen, indem ſie ſich auf eine Hiſtorie der Bören ſtützt, die natürlich genug klingt, um den Glauben eines unerfahrenen Herzens zu ge⸗ winnen!—
Ich wünſchte, Du hätteſt die Kleine geſehen, wie ſie ſich Mühe gab, mich für ihren Wunſch zu ſtimmen, wie ſie mir ihre Freude zeigte, wenn ich mich einen Augenblick gefangen gab,— wie ſie zuletzt, von der Begeiſterung für das Gute hinge⸗ riſſen, einer entzückten Sybille glich, die ihre in⸗ nere Ueberzeugung mit geweihten Worten, als hei⸗ lige Prophezeihung verkündete, hinreißend durch der Rede Zauber— v, Du hätteſt mir Recht gegeben, daß ſie ſchön, daß ſie entzückend, bezaubernd iſt, trotz dieſer Einfalt. Du hätteſt meine Schwachheit getheilt, und ihr, in der Wonne ihres Anſchauens verſunken, alles verſprochen, mehr als Du zu hal⸗


