Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1831)
Entstehung
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theilt, die das Heil des Bruders dem eigenen gleich ſtellen! O, wenn Sie erſt zweifeln können, ob Sie das Gute vollbringen dürfen? Umſonſt? frug er einfallend:nein, wahr⸗ haftig nicht! Wo iſt das treffliche Gedicht? Erlauben Sie, rief ich, ihm das Papier ab⸗ nehmend, das er herüberlangte:das Blatt iſt mir heilig: die ſchönſten, die edelſten Lehren floſſen aus ihm in mein Gemüth. O, wenn es auf's Neue ſeine Kraft bewährte, wenn es auch Sie zu einer edeln That entflammt hätte, wie ſeg⸗ nend wollte ich dieſer Stunde gedenken! Ich fuhr fort, das Blatt feſt an mich drückend, ihm von dem Himmel zu erzählen, der mit der frömm⸗ ſten Lehre in meine Seele gekommen war; ich ſprach von dem Frieden, der den guten Menſchen zu Theil wird, die ſtets die heiligen Pflichten der Liebe üben, und wie ſie ſich nicht allein deſſen, ſondern auch der Gnade des Höchſten zu erfreuen haben, und der Achtung und der Liebe der Men⸗ ſchen. Ich war ſo hingeriſſen von meinem Gegen⸗ ſtande, daß meine Wangen glühten, und meine Augen überſtrömen wollten. Der Graf ſah meine Bewegung; ſeine Blicke ruhten auf mir mit ſicht⸗ licher Theilnahme, er betrachtete mich, ohne daß er mir ein Wort zu erwiedern vermochte, doch hatten ſeine Augen einen ſeltſamen, lebendigen