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durch eine würdige Handlung, an deren Vollbrin⸗ gung mir viel liegt, als einen edeln Mann und unſern Freund zu bewähren!“—„Die Unſchuld der Frau von Bören?“““ lachte er auf:„„in der That, Comteſſe, Sie ſehen, ich bin neugierig, das Weitere zu hören!““— Ein glühendes Erröthen, das über meine Wangen lief, überzeugte mich, wie ſchwierig die Sache ſei, die ich unternommen hatte. Mein Zartgefühl wurde durch den Gedanken, ein ſo undelikates Gerücht berühren zu müſſen, auf's tiefſte erſchüttert. Mit Mühe beſiegte der Gedan⸗
ke, Herminens Ehre vielleicht zu retten, meine
peinliche Schaam.— Ich erzählte ihm nun mit möglichſter Ruhe den ganzen Vorfall, und führte zum Beweis das Feſt im Walterſchen Hauſe an, demzufolge Hermine zu dieſem unſeligen Abentheuer gekommen war. Er hörte mich ruhig an, indeß ſeine Augen auf dem ſeitwärts liegenden Gedicht ruhten.—„„Das ließe ſich nach Ihrer Erzählung wohl hören““, entgegnete er.„„Ich fürchte nur, daß das Gerücht bereits zu weit verbreitet, und das Publikum geneigter iſt, das Schlimmere als das Beſſere anzunehmen.— Die Sache bleibt des⸗ halb ſchwierig, ſehr ſchwierig, und ich glaube nicht, daß ich beim beſten Willen mich dafür verwenden darf.“—„Darf?“ frug ich traurig:„ach, ſo habe ich Ihnen umſonſt die ſchönen Verſe mitge⸗


