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derfahren laſſen.“ Er ſah mich ein wenig miß⸗ trauiſch an.—„„Comteſſe“¹, begann er,„ich weiß nicht, ob mein Betragen Ihnen Urſache ge⸗ geben hat“—„Nein“, rief ich einlenkend:„ich wollte Ihnen hiermit keinen Vorwurf machen, ich wünſchte Sie nur für eine Sache zu gewinnen, die mich ſehr beſchäftiget, und die ich ohne Ihren Beiſtand nicht auszuführen vermag. Iſt nicht die Menſchenliebe, wie ſie hier dargeſtellt wird, ſo ſchön, ſo edel, ſo würdig, jedes Herz zu guter That zu entflammen? O, wäre ich wie Sie im Stande, die Sache der Bedrängten zu führen, Sie würden mich nicht ſprechen hören, wo ich han⸗ deln könnte,— aber ſo bin ich ja ein ohnmächti⸗ ges Mädchen, und kann bei dem beſten Willen nichts thun, jetzt, wo es gilt, die angefeindete Ehre eines tugendhaften Weibes zu retten.“— Er ſah mich mit einem feinen Lächeln an.— „„Ei, laſſen Sie doch hören, Comteſſe, Sie be⸗ dürfen eines Ritters?““—„Nicht ich, Herr Graf, ich bedarf keiner Vertheidigung, aber die Unſchuld der Frau von Bören verlangt ſie gegen die bos⸗ hafte Liſt ihrer Verläumder, und ich gebe Ihnen zum erſtenmale auf, mir die Achtung zu beweiſen, deren Sie mich ſtets verſicherten, indem ich Ihnen die Wahrheit jenes verwickelten Vorfalls vertrauen will, um Ihnen dadurch die Mittel zu zeigen, ſich


