Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1831)
Entstehung
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ganze Geſchlecht wirft, als aber Graf Malvi von dieſer Neuigkeit ebenfalls unterrichtet ſchien, und ich bemerkte, daß er es nicht unterlaſſen hatte, hin und wieder einen Funken in den Zunder des lauſchenden Publikums zu werfen, ſo konnte ich der rächenden Nemeſis nicht länger wehren, und mußte die ſchon hienieden waltende Gerechtigkeit, welche ich in meinem letzten Briefe ungläubig geläug⸗ net hatte, mit ſtillem Grauen anerkennen. Unbe⸗ greiflich iſt's, mit welcher Keckheit die Bören nach einigen Tagen wittwenhafter Eingezogenheit in der Geſellſchaft aufzutreten wagte. Sie warf die hoch⸗ müthigen Augen wie ſonſt im Kreiſe umher, affec⸗ tirte die reizendſte Unbefangenheit, indeß der Schatten der Schuld auf ihrem Geſichte lag, und verſuchte wie gewöhnlich die Erſte im Kreiſe der Damen zu ſpielen. Die Kurzſichtige! ſie wußte nicht, daß ein angefeindeter Ruf gleich einem epi⸗ demiſchen Uebel betrachtet wird, das ſich auf jeden zu erſtrecken droht, der in der Nähe eines ſolchen Menſchen verweilt. Die anweſenden Damen rot⸗ teten ſich ſchneller wie ſonſt um ihre Spieltiſche zuſammen, heimliches Geflüſter wo ſie nahte, Ent⸗ ſchuldigungen, wo ſie ein Geſpräch beginnen wollte, keine Dame, die zu ihrer Parthie gefunden werden konnte, ſie mußte ſich endlich mit drei Herren zu ihrem Tiſche begeben. Amüſant war es, wie