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muth, und Hochmuth zur Schande.“— Das Capi⸗ tel geſiel mir nicht, ich ſuchte ein anderes. Aber — als ſollte ich nun einmal der Weisheitſprüche bitterſten hören, las ich Folgendes:„Sobald die Ueppigkeit vor der Vernunft die Thüre verſchließt, und die frohe Luſt die Stelle des Verſtandes er⸗ ſetzt, dann iſt der Tod bei dem Bankett oder auf dem Balle der Erſte, der den Tanz aufführt oder den tödtlichen Würfel hinrollt; und nie verſäumt er, den nächtlichen Becher zu krönen. Indem er unter ſeinen Trinkbrüdern muthig mitzecht, ſo lacht er innerlich, daß er ſie über ihn lachen ſieht, als wenn er weit entfernt ſei. Und wenn die Luſt⸗ barkeit in ihrer völligen Gluth brennt, wenn die Furcht verbannt iſt, wenn die jauchzende Einbil⸗ dung alle Freuden unter dem Monde zuſammen⸗ ruft, und ihm den Eingang verſperrt, und ihm mit ihren Voreltern ſchmauſen heißt, ſo läßt er ſeine Maske fallen, ſein ganzes, grimmiges Auge funkelt hervor, ſie fahren zurück, verzweifeln und ſterben!“— Mir graute, ich ſchob das Buch bei Seite.—„Freilich kein Büchlein für lebensluſtige Herrſchaften!“ lächelte der Uhrmacher, indem er den Glockenſchlag zwölf repetiren ließ:„Ich leſe der Kranken daraus vor, wenn ſie nach Ruhe verlangt; da iſt das Buch an ſeinem Platz, meine Gnädige!“
und traf auf die Stelle:„Talente führen zum Hoch⸗
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