— —
krachend zu.—„Donnerwetter!“ poltert eine Stimme von oben herab:„habe ich euch nicht ge⸗ ſagt, daß der Hausſchlüſſel verlohren iſt?— Hol' euch der Teufel mit eurer Unachtſamkeit! V Nun mögt ihr Rath ſchaffen! Die Poſt geht um V ſechs Uhr ab, und ich muß zum Hauſe hinaus!“
V Ein Licht wurde ſichtbar.— Männliche Tritte polterten die Stiege herab.—„Der Rittmeiſter, ſo wahr ich lebe!““ rief ich erſchrocken, das Pein⸗ liche meiner Lage mit einem Blicke überſchauend. —„Was ſehe ich, gnädigſte Frau“, ſprach er, als er die Treppe hinab war, mich gleichfalls er⸗ kennend:„wie kommen Sie—“ Ich fiel ihm ſogleich mit einer vollkommenen Erklärung ein. Er entſchuldigte ſich wegen ſeines Gepolters, und ſagte bedauernd:„So glücklich ich mich fühle, Sie durch den ſeltſamſten Zufall noch einmal vor mei⸗ ner Abreiſe zu ſehen, gnädige Frau, ſo bin ich dennoch ſehr in Sorge um Sie. Sie werden den Morgen hier abwarten müſſen, die Thür iſt, wie ich ſagte, nicht zu öffnen, bis wir einen Schloſſer bekommen, und ich würde rathen, ſich indeß zu dem Wirth hinein zu begeben, der, wie ich ſehe, noch wach iſt.“— Er leuchtete mir voran, zu einer entfernten Thüre, und ſie öffnend, rief er dem Wirth, der mich neugierig betrachtete, einige erklärende Worte zu, empfahl mich ſeiner Obhut,


