Teil eines Werkes 
1. Bdchn (1831)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

266

nicht der ſtrenge Blick meines Vaters mich verle⸗

gen gemacht hätte!

Der Fremde hatte durch ſein Talent in mei⸗ nen Augen an Bedeutſamkeit gewonnen, auch er⸗ blickte ich, als er die Flöte hervorzog, das eiſerne Kreuz auf ſeiner Bruſt, daher war es mir wohl nicht zu verargen, wenn ich ein wenig neugierig geworden war, ſeinen Namen zu erfahrrn. Ich trat daher, als er mit meinem Vater im Geſpräch war, zu dem Buche hin, das man uns vorgelegt hatte, um unſere Namen, nach Sitte aller Rei⸗ ſenden, einzutragen, denn ich hoffte auf dieſe Art den ſicherſten Aufſchluß über den ſeinen zu be⸗ kommen. Wirklich fand ich auch mit friſcher Tinte den Namenszug: Wotoch, am Schluſſe des Na⸗ menregiſters. Ich erröthete über meine Neugier, und begegnete den Blicken des jungen Mannes, der mir nachgeſehen hatte, nicht ohne Verlegenheit. Schnell ſchrieb ich unſern Namen darunter, und folgte darauf dem Wink meines Vaters, der jetzt aufbrach, um mit mir die Burg zu verlaſſen. Der Fremde ſchien betroffen über unſern ſchnellen Auf⸗ bruch, doch machte er keine Miene uns zu beglei⸗ ten; er verneigte ſich ſehr ernſt gegen uns, und folgte uns mit ſeinen Blicken die Höhe hinab.

Als ich mich ſpäter einmal umſah, glaubte ich in der Entfernung ſeine Geſtalt zu erblicken, die