Teil eines Werkes 
1. Bdchn (1831)
Entstehung
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Phantaſie beſeelt, und ich meine noch heute in je⸗ nen Gegenden geweſen zu ſein, die er uns mit den Farben des Lebens ausgemalt hatte. Das

Geſpräch lenkte ſich von dieſen Gegenſtänden auf

das Eigenthümliche dieſer Zeit; der Fremde ſprach mit vielem Feuer von den Vorzügen des Ritter⸗ tbums und des Fauſtrechts, und äußerte ſich mehr⸗ mal mit auffallendem Enthuſiasmus über den Werth der Freiheit, ſo daß mein Vater, der jedem überſpannten Begriff abhold iſt, das Geſpräch mit einer raſchen Wendung abbrach, und auf einen an⸗ dern Gegenſtand zu lenken ſuchte. Wir hatten ſchon vorhin von einem ſehr merkwürdigen Echo gehört, das dieſer Höhe eigen iſt, und wurden jetzt durch einige Anweſende auf's Neue daran erinnert. Unſer Geſellſchafter bat, uns damit zuerſt überra⸗ ſchen zu dürfen, und zog zu dem Ende eine Pi⸗ ſtole hervor, die er in ſeinem Buſen verborgen trug. Ich weiß nicht, wie es kam, der Menſch hatte in dieſem Augenblick etwas Fürchterliches, als er mit einer kühnen Bewegung, dicht an den Rand der ſteilen Höhe trat, und die Piſtole abbrannte. Der Schuß wurde zu wiederholten Malen von den Bergen zurückgegeben, er ſchien ein Signal zu ei⸗ nem entfernten Kampfe geweſen zu ſein.

Mit einem heitern Geſichte wandte ſich hier⸗ auf der Fremde zu uns, ſteckte die Piſtole ein,