nun die Wanderer von dannen. Der Fuͤhrer, Her⸗ mine und Bören voran, wir langſam folgend, um den Reiz der lieben Gegend noch länger zu genie⸗ ßen. Unſer Ziel war nun der Kochelfall. Bald ſtießen wir in der friſchen Waldung, die ihn um⸗ ſchließt, wieder zuſammen, und kamen auf den lieb⸗ lichſten Waldwegen auf die bezeichnete Stelle. Die Kochel ſtürzt ſich hier von einem dreißig Fuß ho⸗ hen Felsblock in ſchönen Cascaden herab, und wälzt ſich dann über kleinere Felsſtücke in den lieblichſten Krümmungen fort. Der Charakter dieſes Waſſer⸗ falls iſt von dem des Zackens ſehr verſchieden. Jener trägt den Stempel der erhabenſten Größe, dieſer iſt das Bild der romantiſchen Schönheit. Jener ergreift, und ſtimmt unwillkührlich zu ern⸗ ſten Gedanken;— dieſer gefällt, und reizt den Maler, das lieblichſte Bild aufzunehmen, das wegen der verſchiedenen Baumgruppen, die es umgeben, und den weißen, hellbemoosten Steinen, über wel⸗ che die Fluth hinrollt, ein viel bunteres Colorit erlaubt, als die ſchwarzen Felſen und der düſtere Fichtenwald, von denen der Erſte umſchattet wird.
Der Zacken, der ſeitwärts daher ſchäumt, nimmt die Kochel, nachdem ſie den Felſen über⸗ ſprungen, in ſeine Umarmungen auf, ſtürzt ſich dann, durch ihre Fluthen vergrößert, in raſchem Ungeſtüm über die zahlloſen Steine des breiten


