Teil eines Werkes 
1. Bdchn (1831)
Entstehung
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Bören konnte ſich nicht vertheidigen, er ver⸗ diente mit Recht dieſen Vorwurf. Trotzig ging er neben uns her; Hermine ſaß auf ihrem Tragſeſſel, ſtolz und majeſtätiſch wie eine Königin. Ich er⸗ götzte mich an der Unterhaltung meines Vaters mit Korden, die von ihren frühern Reiſen ſprachen, und mehrere Gegenden der Schweiz mit unſern ſchleſiſchen Alpen verglichen.

Wir kamen nun bei der Glashütte an; die Ausſicht iſt hier wunderſchön. Man überſieht das reizende Marienthal, und das weithin vertheilte Dorf Schreiberhau, tiefer das Hirſchberger Thal, und die zahlreichen Ortſchaften umher. Ich blieb, indeß die Andern die Glasſchleiferei beſuchten, vor der Thür des Gebäudes, und betrachtete das Bild, das auf immer meinen Augen entſchwinden ſollte.

Ich möchte wohl auf dieſem Gebirge wohnen, Richardis! Man fühlt ſich hier dem Himmel ſo innig vertraut, ſo hingezogen zu dem großen ge⸗ waltigen Auvater, der dieſe Rieſenmaſſen geformt, daß man ſich wie ein gutes Kind vertrauend in ſeine Hand gibt, und zuletzt gar nichts mehr fürch⸗ tet, ſelbſt den Tod in dieſen Abgründen nicht.

Unſere Geſellſchaft kam jetzt zurückz mein Vater ſchalt mich, daß ich abſichtlich ſo viel Schö⸗ nes verſäumt habe, und verlangte, ich ſollte mir wenigſtens die glänzenden Vorräthe zeigen laſſen.