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den Abend unſern Wagen nach einem Dorfe be⸗ ſtellte, das an dem Fuß dieſer Höhen lag. Der Weg, den wir bis dorthin zu paſſiren hatten, führ⸗ te uns bei dem Zacken⸗ und Kochelsfall vorbei, und verſprach uns aufs neue die köſtlichſten Genüf⸗ ſe. Ich gewann es nach ſvielen Bitten über mei⸗ nen Vater, daß er den Seſſel annahm, auf wel⸗ chem ich bisher getragen worden war,— und ging nun rüſtig neben den beiden Herren einher.—
Ein armes Weib, das uns wie eine Menge anderer Bettelleute nachgekommen war,— nahte mir mit einem Glaſe köſtlich friſchen Waſſers, es mir mit überredender Freundlichkeit darreichend. Ich war erhitzt und fühlte einen brennenden Durſt.. Eben wollte ich es an die Lippen ſetzen, als Nor⸗ den mir es ſchnell aus der Hand nahm, und, dem Weibe ein Stück Geld reichend, ihr raſch ſich da⸗ mit zu entfernen gebot, mir aber eine ernſte War⸗ nung ertheilte, in der Folge vorſichtiger zu ſein, indem ein Trunk bei der Anſtrengung des Berg⸗ ſteigens genommen, ſehr leicht mit der Geſundheit eines ganzen Lebens bezahlt werden könnte!
Ich dankte ihm gerührt, und wagte es kaum die Augen aufzuſchlagen. Wie gut iſt er, daß er für ein fremdes Leben Sorge trägt, indeß ich über⸗ ſilt genug war, das eigene auf's Spiel zu ſetzen,


