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E Endlich erreichten wir die Baude, die uns an⸗ gewieſen war. Wir hörten nun zu unſerm Troſt⸗ daß hier oben ſelten Wettersgefahr zu befürchten ſei, weil die Gewölke, wenn ſie ſich auch anfangs in dieſe Höhe verirrt, dennoch bald, von den Dün⸗ ſten des Thales angezogen, zur Tiefe hinabkehrten, um ſich dort erſt in ganzer Macht zu entladen.
Wir ſahen nun bald das geſtrige Schauſpiel vor unſern Blicken ſich wiederholen; die Nebel hat⸗ ten ſich zu unſern Füßen zu einer dichten Wolken⸗ maſſe zuſammengeballt, die ihre Blitze hinab und herauf ſandte, gleich einem verwegenen Feinde, der ſchon am Boden liegend, noch ſeine Pfeile nach ſeinem Ueberwinder abdrückt.—
Die Nacht kam unterdeß heran, wir wurden von den guten Sennen der ſchleſiſchen Baude, von der Lebensart dieſes Hirtenvölkchens, ihren Ge⸗ bräuchen, Sagen und Volksliedern unterhalten, und das in dem ſeltſamen Gebirgs⸗Dialekt, der wegen der immer wiederkehrenden Endigungsſylbe la und a, etwas ganz Eigenthümliches hat.
Eine kleine Unpäßlichkeit, die meinen Vater am folgenden Morgen überfiel, machte mir große Sorge, ich bat ihn dringend, unſere Rückreiſe zu beſchleunigen, und erhielt es von ihm, einen Bo⸗ ten nach Warmbrunn abſenden zu dürfen, der auf


