Teil eines Werkes 
1. Bdchn (1831)
Entstehung
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nicht beachtend, welchen Kummer ich damit mei⸗ nem Vater bereiten konnte. Wir nahten uns nun auf düſtern Waldpfaden dem Zackenfall. Ein dumpfes Rauſchen, das wir von fern hörten, verkündete uns ſeine Nähe, bevor wir ihn mit unſern Blicken erreichten. Endlich tra⸗ ten wir aus dem Dickicht des Fichtenwaldes hervor, und ſahen den kriſtallenen Strahl die zackige Höhe herabgleiten; erſt glänzend und klar, in ſilberhel⸗ len Caskaden, dann von allen Schleuſen befreit, gleich einem ſchäumenden Meer, zornig und wild brauſend. Die Umgebungen dieſes Waſſerfalls ſind ſehr romantiſch; die Felſen, über welche er ſich von einer Höhe von hundert Fuß herabſtürzt, ſind von allen Seiten mit dunkeln Fichten eingefaßt, die Felswand ſelbſt mit einem Ranken⸗Gewächs überſponnen, das üppig wuchernd mit ſeinen tel⸗ lerförmigen Blättern, die ſchroffen Granitblöcke überkleidet. Seine hellgrüne Farbe ſticht auffal⸗ lend von dem dunkeln Colorit ab, das die Umge⸗ bungen des Zackens charakteriſirt. Dem Fall ge⸗ genüber, erblickt man durch ein ſchmales Thal, von waldigen Höhen eingeſchloſſen, die unendliche Aus⸗ ſicht, die von dem Glanz der Frühſonne übergoſ⸗ ſen, gleich einem lieblichen Eden herüberdämmerte. Unten ſchäumt der Zacken, den Fuß des Felſen beſpühlend, über gewaltige Steinmaſſen der Tiefe