— 246—
thun, meine Herrſchaften, begann er,„ſich ſchleu⸗ nigſt auf den Weg zu machen! Ein Ungewitter iſt bereits im Anzuge und könnte Sie leichtlich erei⸗ len! Die ſchleſiſche Baude iſt nicht mehr fern, doch würde ich rathen, auf alle Fälle Ihre Schritte zu verdoppeln! Was mich betrifft“, fuhr er fort, „ſo thut es mir leid, mich von Ihnen trennen zu müſſen, mein Weg führt dort hinüber!(er deutete gerade auf die Gegend hin, wo uns vorher Rübe⸗ zahls Kanzel gezeigt worden war)— Ueberdies muß ich ſehr eilen, da ich heute noch Wichtiges zu beſtellen habe!“ Hierauf verbeugte er ſich zu wie⸗ derholten Malen, dankte mit großer Weitſchweifig⸗ keit für gegebene Erlaubniß, und ſchritt dann raſch die Höhe hinan.
Der Sturm erhob ſich mit raſender Eil', und trieb den leichten Wanderer wie im Fluge vor uns her,— der Donner murmelte immer hörbarer, und eine ſtickende Luft ſchien uns den Athem zu benehmen. Hermine ſah mich mit einem bedeuten⸗ den Blick an, und ich ſelbſt konnte mein Befrem⸗ den über das plötzliche Erſcheinen eines ndavit⸗ ters nicht verbergen.
„Ich ließ es mir nicht ausſtreiten, daß hinter dieſem Ambroſius irgend ein unheimlicher Kobold ſteckt“, rief Hermine.—„Wir werden zu thun haben, uns der Gefahr des Wetters zu entziehen!
X8


