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ſchlucht empor; der Boden ſcheint unter den Füͤßen zu ſchwanken, als erbebte er von dem gewaltigen Fall.
Wir ſtanden auf einem hervorragenden Fels⸗ ſtück, auf dem man dieſe herrlichen Naturſcenen in ihrer ganzen Pracht überſchauen konnte.
Hermine hatte eine Thräne im Auge; ich muß⸗ te ſie küſſen um dieſer Thräne willen! Später hörte ich von ihr, daß gleiche Tropfen auf meiner Wange ſtanden.— O, dieſe Thränen des Entzü⸗ ckens, wie ſind ſte ſo ſüß! Wir waren von die⸗ ſem Augenblick an viel inniger verſchwiſtert. Ein Jedes von uns ahnte ſein Gefühl im Buſen des Andern!—
Mein Vater, als er ſah, wie groß meine Rührung über ein Vergnügen war, das ich ſeiner Güte verdankte, ſchloß mich herzlich in ſeine Arme, und nannte mich mit den zärtlichſten Namen. Nor⸗ den ſtand dabei, und ſchien über mein Glück, ei⸗ nen ſo guten Vater zu haben, eben ſo erfreut, als er von dem Erhabenen dieſer großen Natur ergrif⸗ fen war.— Plötzlich wurden wir im Austauſch unſerer Freuden durch ein Geräuſch unterbrochen, das einem fernen Donner glich.
Ambroſius, den wir die Zeit über außer Acht gelaſſen hatten, trat jetzt hinter einem Felſenſtück hervor; ſein Geſicht war erhitzt, ſeine Augen blitz⸗ ten in ſichtlicher Schadenfreude.„Sie werden wohl⸗


