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eine ſchöne Hoffnung““, fuhr er fort,„„wenn wir annehmen, daß dieſe Kraft, die ſchon hier ſo Hohes und Herrliches erzeugt, einſt durch mächti⸗ gere Organe gehoben, viel freier und thätiger wal⸗ ten, und uns dem Urquell der Wahrheit immer näher bringen wird. Jedes Geheimniß der Schö⸗ pfung und des Lebens muß einſt gleich einem Bu⸗ che vor uns aufgeſchlagen liegen, weil für den auf⸗ ſtrebenden Geiſt kein Stillſtand, ſondern ein ewi⸗ ges Fortſchreiten ſeiner Kräfte zu erwarten iſt.““
„Sie ſprechen da einen ſchönen, aber ſtolzen Gedanken aus!“ fiel mein Vater ein.„„Stolz?““ entgegnete Norden:„Iſt das Verlangen nach hö⸗ herer Vollkommenheit nicht jedem denkenden Men⸗ ſchen eigen? Und liegt nicht in ihm die Bürgſchaft einſtiger Gewährung? Die Natur gibt uns kein Sehnen, deſſen Erfüllung nicht zugleich in ihrer Mutterliebe bedingt wäre. Vom Wurme bis zum Engel hat jedes Geſchöpf ſeine Forderungen, ſeine Anſprüche. Jedes empfängt nach dem Maas ſei⸗ ner Kraft, und ſo ſchlingt ſich die Kette des Be⸗ gehrens und des Erfüllens von Glied zu Glied bis zur Unendlichkeit fort.“
Richardis! es liegt in Nordens Worten ſtets eine ſo beruhigende Kraft, daß mir iſt, als könnte ich gar nichts mehr fürchten, ſobald ich ſeine Stim⸗ me vernehme. Ich trat nunmehr völlig geneſen zu
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