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Darinnen ſaß aber eine ſtattliche Edelfrau mit ihrem Hausfräulein, die kehrten zurück von einem feſtlichen Gelage, ſo zu Warmbrunn gehal⸗ ten war, zu Ehren der Liegnitzer Herzogin Eliſa⸗ beth, die das Rieſengebirge durchreiſte mit ihren Rittern und anſehnlichem Gefolge. Es war aber dieſes Feſt mit Spiel und Tanz begangen worden, wozu viele Gäſte gekommen waren von nah' und fern, und von allen Ständen, ſo daß es mehr ein Volksfeſt war, und Vornehme und Geringe gleich Theil nahmen an der Freude des Tanzes.
Darüber beſchwerten ſich heimlich viele der ſtolzen und hochmüthigen Edelfrauen, und legten ihren Unmuth an den Tag in verächtlichen Blicken und übermüthigen Reden.
Alſo ſtand es auch mit den Damen im Wa⸗ gen. Beide gedachten mit Aerger der übelgemiſch⸗ ten Geſellſchaft, und ſchütteten gegenſeitig ihr Herz aus in harten ſtolzen Worten, denn ihr Sinn war verderbt, und ihr Gemüth voll Hoffahrt und Neid, daher konnten ſie auch nie vergeſſen, wie ſo manche ſchlichte Hausfrau und ſittige Bürgerkinder ſie über⸗ ſtrahlt hatten an Reiz und beſcheidener Anmuth. Alſo unzufrieden im Innern, vertieften ſie ſich im⸗ mer mehr in liebloſem Geſpräch, ſo daß ſie kaum gewahr wurden, wie der Sturm die Wolken zuſam⸗ mentrieb, und es immer dunkler wurde, bis man


