ſen niedergelaſſen; ihre Blicke ſuchten den Führer, er war verſchwunden. Hell lag die Gegend vor ihr da, alles war ihr nun deutlicher und bekann⸗ ter, und mit Erſtaunen ſah ſie nun auch den Weg hinter ſich, den ſie vergebens geſucht hatte, und rieb ſich verwundert die Augen, denkend:„Wache ich denn? oder iſt es ein Traum?— Aber das ſchwere Körbchen erinnerte ſie an die Wirklichkeit, und ſie ſchob alles das Wunderbare auf ihre Angſt und allzugroße Verwirrung.
Frohen Schrittes eilte ſie dem Dörſchen zu: da ſtand die Mutter ſchon beſorgt an der Hütten⸗ thüre und ſah ihr entgegen; flüchtig erzählte ihr Dorilla, was ihr begegnet, aber ihre Worte kreuz⸗ ten ſich ſo wunderlich durch einander, daß die Mut⸗ ter bedenklich den Kopf ſchüttelte und ſagte:„Gott bewahre dich, du gutes unſchuldiges Kind, vor lo⸗ ſem Spuck und unheimlichen Geiſtern.“
Als ſie aber hörte, wie des Kindes Liebe und mächtiges Vertrauen den Jäger bewogen habe zur wunderbaren Rettung, ſo beruhigte ſie ſich endlich, obgleich ſie ſich dieſe Erſcheinung nicht zu erklären vermochte.
Am andern Morgen, als Dorilla das Garn betrachtete, ſtehe, da leuchtete es wie eitel Gold, und hing ſchwer in unzähligen glänzenden Fäden zur Erde. Die Spindel aber glänzte noch weſt


