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Aber der Jäger ſprach:„„Thörichte, was for⸗ derſt du! ſieh'ſt du nicht wie hoch die Fluth geht? wo waͤre denn ein Kahn oder ein Steg, der uns hinüberbrächte? Heute gedenke du nicht daran, komme vielmehr mit mir in's Gebirg, dort ſteht ein artiges Schlößlein, darinnen kannſt du weilen, ſo lange du willſt, auch ſoll es dir an nichts feh⸗ len, was das Oerz erfreut, denn ich bin reich, und verſpreche dir gute Tage!““ Aber das Mädchen entgegnete:„Wie ſollte ich herrlich und in Freuden leben, wenn meine arme Mutter daheim ſeufzt, und ſich im Herzen grämt? Ach, du haſt keine Eltern, für die du ſorgſt! ſonſt würdeſt du mir mit ſolchen Worten nicht wehe thun! Lieber in die Fluthen mich wagen, als dir folgen, du harter Mann!— Der Gott, zu dem ich flehe, wird mich behüten, und mich nicht unterſinken laſſen!“ Da blitzten die Augen des Jägers wie Sterne durch die Nacht, und er ſprach:„„Deine Liebe und dein Vertrauen iſt ſtark, aber ſtark iſt auch mein Arm, und ſo will ich es denn getroſt mit dir wagen, trotz allen Unholden des Stromes!““ Und im Nu umhüllte ſie der grüne Mantel, und ein ſtarker Arm trug ſie hoch über die brauſende Fluth, daß ſie wie von einer Friedensinſel herabſah in das klare Wellenreich, und am Ufer war, ehe ſie es noch vermeinte, Sanft fühlte ſie ſich auf den Ra⸗


