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ſie das Dörflein, doch der Nebel ſchien es immer weiter zu entfernen, und die Kluft immer unüber⸗ ſteiglicher zu werden, daß ſich vor Angſt und Grau⸗ en unwillkührlich ihr Haar ſträubte, und ihr un⸗ endlich beklommen um's Herz wurde. Alſobald ge⸗ dachte ſie des Fremden und ſeines Verſprechens, und ſie ſah ſich rings um, und rief laut durch die Dämmerung, daß ihre Stimme von den nahen Bergen wiederhallte. Da gewahrte ſie bei dem Schein des aufgehenden Mondes eine Geſtalt am Bergwege, die immer näher kam. Bald konnte ſie den Jäger erkennen, und den grünen Mantel, und ſchon unterſchied ſie ſein Geſicht, aber die dunkele Hülle wogte in ſo abentheuerlichen Formen um die übrige Geſtalt, und gab ihr ein ſo ſeltſam, geſpen⸗ ſtiſches Anſehen, daß ihr immer bänger ward, je näher er kam. Doch bald vernahm ſie des Jägers Stimme dicht neben ſich, die ihr freundlich zuflü⸗ ſterte:„Hier, Mädchen! iſt Garn, auch ſchicken dir die Schweſtern die Spindel nebenbei, bewahre ſie aber, und laſſe ſie für keinen Preis; die Spin⸗ del bringt Segen, und macht dich reich! Dankbar blickte Dorilla zu ihm empor, und verſprach ſeiner Worte zu gedenken.„Nun aber“, bat ſie,„bringe mich auch über den Strom, wie du es mir ver⸗ ſprachſt, damit die Mutter ſich nicht länger daheim um mich ängſtige.“


