Teil eines Werkes 
1. Bdchn (1831)
Entstehung
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bis er endlich in neblichter Ferne verſchwand. Dem erſchrockenen Mädchen klopfte das Herz, ſie konnte ſich eines geheimen Grauens nicht erweh⸗ ren, und doch mußte ſie mit Liebe des Jägers ge⸗ denken, der ſo freundlich geſprochen hatte, ihr zu helfen! Schon wurde es kühl und dämmerig, und die Sternlein blinkten über die hohen Gebände herab. Da begab ſich Dorilla eilends auf den Heimweg, der Worte des Fremdlings geden⸗ kend. Bald hatte ſie die verdrießliche Stadt hin⸗ ter ſich, und eilte nun in banger Hoffnung dem immer dunkler werdenden Gebüſch entgegen. Wie eine weite Silberfläche lagen die überſchwemmten Felder an den dunkeln Bergen, und des Stromes Gebrauſe hallte wie ein dumpfer Donner durch den öden, lautloſen Raum. Dorilla hatte vorſichtig manches kleine Gewäſſer durchſchritten; jetzt ſuchte ihr Auge den Steg, aber vergebens, keine Spur war zu finden! Der Strom war gewachſen, und hatte ihn vielleicht mit hinweggeriſſen. Kein Kahn, kein Retter rings umher! Sie ſtand nun allein und verlaſſen, umkreiſet von tauſend geſchwätzigen Bächlein, die muthwillig und neckend ſie in ſelt⸗ ſamen Ringen umfloſſen, ſo daß ihr auch der Rück⸗ weg immer bedenklicher wurde, und ſie wie in ei⸗ nem Zauberkreiſe ſtand, woraus kein Weg führts. Vergebens ſtarrte ihr Auge in die Ferne, wohl ſah