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viele!“— und ſo ſchritt er vorüber. Hocherrö⸗ thend ſchluchzte Dorilla:„Ach, es ſoll ja nur für mei⸗ ne arme, arme Mutter ſein!“ Und die Hände zum Himmel emporhebend, als wollte ſie ihn zum Zeu⸗ gen anrufen, daß ſie das harte Wort nicht verdie⸗ ne, ſtand ſie eine lange Weile in tiefer Verwir⸗ rung.— Da faßte ſie eine Hand, und der Jäger⸗ burſche beugte ſich zu ihr herab und ſprach:„Du armes, unerfahrenes Kind, meinſt wohl, weil du ein Herz haſt, das liebt, es müſſe auch hier Her⸗ zen geben voll helfender Güte? aber da könnteſt du recht lange warten, und hätteſt am Ende nicht ſo viel, daß du deiner kranken Mutter das Abend⸗ brod kaufen könnteſt!“ Erſtaunt ſah ihn Dorilla an.„„Kennt Ihr mich doch nicht, woher wißt Ihr von meiner kranken Mutter?““ Doch der Fremde ſprach:„Du haſt ja immer leiſe vor dich hin gebe⸗ tet, und da weiß ich nun alles, und möchte dir auch gar gerne helfen! Harre meiner nur dort am Waſſer! es wird bald dunkel, und du bedarfſt ei⸗ nes Führers! Auch bring ich dir vielleicht anderes Garn, denn meine Schweſtern ſpinnen auch feine Fäden, und die ſollen dir den Verluſt ſchon er⸗ ſetzen!“ Dareuf ſah er ſie recht freundlich an, und ſchritt hinab zu den Uebrigen, und als er da⸗ her ging, war es Dorilla'n, als ſähe ſie ihn im⸗ mer höher und höher emporragen über die Menge,


