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das fernere Gedeihen deſſelben Sorge tragen müſſe Wirklich wurde mir auch kurz darauf die Pfarre zu Breiſach, und zugleich die Superintendenten⸗Würde übertragen. Meine Lage war durch dieſe Verände⸗ rung bedeutend verbeſſert, und ich in den Zuſtand vollkommener Zufriedenheit geſetzt.
Mariens Charakter war licht und klar, bis auf einen Punkt, über den ich lange Zeit vergebens Aufſchluß zu erhalten ſuchte. Ich bemerkte dies zum erſtenmal, als ich ihr die Geſchichte meines Unglücks, meiner Täuſchung mittheilte. Bei der Stelle, wo ich ihr das Vergehen der Ungetreuen mit den grellen Farben empörten Gefühls ausmal⸗ te, entfärbte ſie ſich, und fing an zu beben. Konn⸗ te ich, durfte ich ihre Schuld vergeſſen? frug ich, ſie ſtreng betrachtend. O, nein, nein! rief ſie auſ⸗ ſer ſich: das iſt ja das Unglück, daß da an kein Vergeſſen zu denken iſt!
Mit ſeltſamem Erſtaunen ſah ich die, ihrem ſauften Weſen ſo ganz fremde Bewegung. Ich wollte fragen, aber die Anſtrengung, die furcht⸗ ſame Scheu, die auf ihrem Antlitz zu leſen war, ließ mich befürchten, ihr wehe zu thun. Ich ſchwieg, doch fühlte ich ſeitdem oft einen heimlichen Dorn im Herzen. Mehrere Jahre gingen ſeitdem vor⸗ über, ohne daß dieſer Vorfall berührt, mein Ge⸗ müth auf irgend eine Art beunruhigt worden wäre,


