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raſchen, deßhalb geſchah alles ſo ſtill und heimlich, daß ich mit geſpannter Neugier dem Gelingen ſei⸗ nes Planes entgegen ſah. Der Tag der Auffüh⸗ rung erſchien. Viele Familien aus der nahen Re⸗ ſidenz waren dem Fürſten gefolgt, auch aus der Nachbarſchaft kamen meine Freunde, dem Gottes⸗ dienſte beizuwohnen.— Meine Bruſt hob ſich in ſeltener Beklommenheit, als ich die zahlreiche Ver⸗ ſammlung begrüßte. Der Sängerchor hatte ſich um die Orgel gruppirt, in ſeiner Mitte erhob ſich eine ſchlanke Jungfrauen⸗Geſtalz, im einfachen, weißen Gewande. Das blonde Haar, das über die reine Stirn geſcheitelt, in weichen Locken hernieder wall⸗ te, ſchien ſich durch eine ſeltſame Brechung der Lichtſtrahlen zur Glorie um ihr Haupt zu verklä⸗ ren.— Jetzt begann die Muſik. Ich hatte die Klage der Menſchheit um das verlorene Paradies zum Gegenſtande meiner Compoſition gewählt. Sehnſucht nach der Zeit erſter Unſchuld, ohnmäch⸗ tiges Aufringen aus dem Staube zum reinern Licht ſind die Grundtöne des Stücks.— Da erſchallt die Stimme des himmliſchen Herolds durch die wo⸗ gende Nacht der Angſt und Verzweiflung, ſie ver⸗ kündet die Geburt des Heilands, und durch ſie das wiedergefundene Eden in Glaube und Liebe. Er⸗ wartungsvoll ſaß ich an der Seite des Fürſten, den Blick auf das Orgelchor geheftet. Unruhig
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