Teil eines Werkes 
1. Bdchn (1831)
Entstehung
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bemühte mich, meine Kenntniſſe zu erweitern, ich ſuchte wieder in mancher ſtillen Stunde mein Lieb⸗ lingsſtudium, das ich ſeit früher Jugend getrieben hatte, die Muſik, hervor. In ihr ſchien ſich mir immer mehr der Himmel aufzuthun, von der mir die Ahnung ſchon ſo oft erzählt hatte. Ich vergaß meine Einſamkeit, indem ich die regſamen Geiſter der Töne entfeſſelte, ihr Flüſtern wurde mir zum Kuß der Liebe, ihre tiefbedeutende Sprache zur Offenbarung eines heiligen Daſeins, das ich oft mit Augen zu ſchauen, in meinem Herzen zu füh⸗ len vermeinte. Ich hatte mich früher in der Com⸗ poſition verſucht. Keine der Künſte ſchien mir dem religiöſen Gefühl verwandter, als die Muſik, die ganz Andacht, Demuth, Sehnſucht und Liebe iſt. Jetzt war es mir zum Bedürfniß geworden, mein tiefſtes Selbſt', die Gluth meiner Empfindungen in Tönen auszuſprechen. Andacht, Religion und Liebe beſeelten mich zu dem ernſten Werk, frei folgte mein Genius den Eingebungen dieſer himm⸗ liſchen Kräfte, ſo begann ich, ſo vollendete ich mei⸗ ne erſte Compoſition. Der Fiürſt, dem ich dies Werk gewidmet hatte, verlangte deſſen Aufführung in unſerer Kirche. Er übertrug ſeiner Kapelle die Sorge für die Ausführung ſeiner Idee, und be⸗ ſtimmte dazu das nahe Weihnachtsfeſt. Sein Wille war, mich mit der Art ſeiner Zurüſtungen zu über⸗