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Ein Zuſammentreffen glücklicher Umſtände ſi⸗ cherte mir ſchon in früher Jugend den Standpunkt, nach dem ich verlangte. Eine Reiſe, während der ich, dem Wunſch des Fürſten gemäß, die Aufſicht über einen Prinzen aus ſeiner Verwandtſchaft übernahm, ſollte erſt beendet, und ich dann als Pfarrer in M..angeſtellt werden.
Der Fürſt verlangte, mich zuvor mit meinem künftigen Aufenthalt bekannt zu machen.— Wir fuhren nach M. Der Pfarrer, ein braver Greis,
war kurz zuvor beerdigt worden, ein engelſchönes
Mädchen weinte als einziges Kind an ſeinem Gra⸗ be.— Siel', da begegnete mir des Weibes Schön⸗ heit zum erſtenmal in ihrem allgewaltigen Zauber, in dem, des Schmerzes, der Thränen. Unauslöſch⸗ lich grub ſich ihr Bild in meine Seele ein, der Verluſt, den ſie trug, ward mir zur theuren Schuld, die der Himmel mir zu übertragen ſchien, um ſie mit meiner Liebe zu zahlen.— Wiedergeben wollte ich ihr alles, was ſie verloren hatte: die ſchützende, ſorgende Hand, die treueſte Liebe, die innigſte Theilnahme; ihre Thränen forderten mich dazu auf!—
Das Feuer meiner Jugend, die Ueberzeugung recht zu handeln, löſten meine Zunge. Ihr Herz antwortete mir mit dem Ausdruck liebender In⸗ nigkeit; ſie reichte mir die Hand, wir waren ver⸗


