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Du verlangſt eine treue Erzählung meiner Schickſale? Fordere ſie nicht, jetzt nicht!— Seit einem Jahre bin ich von Marien geſchieden, erſt durch Menſchenhand, dann durch die gewaltige des Todes! Dieſes Jahr hat an meiner körperlichen und geiſtigen Geſundheit gewaltig gezehrt.
Die Aerzte wollen mich in ein Bad ſchicken, und ich werde wohl gehorchen müſſen, wenn ich für mein Amt nicht gänzlich untauglich werden will! Wird es aber eine Geneſung für mich geben? Oft frage ich es mich ſelbſt, und ſehe meinen klu⸗ gen Freunden kopfſchüttelnd ins Auge. Sie be⸗ handeln mich wie einen gewöhnlichen Hyppchondri⸗ ſten, und wiſſen nicht, wie doch mein Leben in ſei⸗ nen tiefſten Wurzeln angegriffen und zerriſſen iſt! — Heilt das auch Menſchenhand?— Aber wozu dieſe Frage?— Iſt doch jene nur das Werkzeug einer höheren, und dieſe kann mich verlaſſen, wird mich wieder aufrichten, und wäre es auch nur um meines Kindes willen, das ein liebendes Vaterherz ſo leicht nicht entbehren kann.—
Sieh', Walter! das Daſein dieſes Kindes iſt die einzige Faſer, die mich noch mit dem Leben zuſammenhält! Alle verletzten, zurückgedrängten Gefühle haben ſich in dieſes Band hineingewoben, daß es zur Wurzel meines eigenen Daſeins wurde.
Und nun,— da Du meine Liebe zu dem Knaben
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