· 1 1
— 157—
mie in die Hand drückte, konnte gewiß ſein, nicht beunruhigt zu werden, wie übertrieben auch ſeine Anforderungen ſein mochten. Für zehntauſend Franken hätte er dem Baſtard eines Lakaien den Titel eines Barons gelaſſen. Wer aber kein Geld hatte, mußte, um ſich aus ſeinen Klauen zu befreien, ganz unbeſtreitbare Rechte haben, und die Geſchichte jener Zeit hat mehrere Bei⸗
ſpiele aufbewahrt, daß vornehme Perſonen durch
ihn in den Bürgerſtand verſetzt worden ſind.*) Man kann ſich denken, daß Herr von Vaunoy, deſſen Familienpapiere nicht in der beſten Ordnung waren, anfangs vor einem ſolchen Manne gezittert hatte. Die böſen Zungen behaup⸗ teten, daß er damit begonnen habe, gutwillig zu zahlen, was immer ein ſehr gutes Mittel war. Aber in Vaunoy's Lage war dies nicht hin⸗ reichend. Durch einen Verkauf in Tremls Rechte eingeſetzt, deſſen Namen er führte, und deſſen Wappenſchild er ſogar angenommen hatte, um damit ſein eigenes zweifelhaftes zu vervollſtän⸗ digen, hatte er zu viel zu fürchten, um nicht jedes Mittel aufzuſuchen, was ihm ſeinen Richter geneigt machen konnte. Die Entziehung des Adels würde ihn nicht allein ſeiner Titel beraubt *) Wir wollen nur einen jüngeren Sohn aus der berühmten und hiſtoriſchen Familie Coötlogon an⸗ führen, der auf Bechameils Antrieb ungerechterweiſe abgewieſen wurde.


